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Auf humanitärer Mission – Bericht über eine „skandalöse“ Reise in die Ostukraine

Wolfgang Gehrcke, Andrej Hunko

 

I.

Humanitäre Hilfe ist dringend notwendig

Bei unserem ersten Besuch in der Region im November 2014 besuchten wir auch Flüchtlingslager auf der russischen Seite des Don. Wir hatten die Information, dass rund eine halbe Million Menschen aus den Kampfgebieten nach Russland geflüchtet sind und dort aufgenommen wurden. Die Angst, Not und Verzweiflung der Flüchtlinge hat uns sehr berührt. Einige machten uns auf das Krankenhaus in Gorlowka aufmerksam, eine Stadt mit mehr als 250.000 Einwohnern, nicht weit von Donezk entfernt. Dieses Kinderkrankenhaus, speziell auch für Waisenkinder, war zudem ein UNESCO-Projekt. Zwei Ärzte von „Ärzte ohne Grenzen“ halten sich derzeit in Gorlowka auf. Sie kommen auf Grund der Kampfhandlungen nicht heraus – und wir kamen nicht hinein.


Die Mitteilung, dass in Krankenhäusern in der Ostukraine Kinder sterben, weil nicht die notwendigen Medikamente zur Verfügung stehen, hat uns keine Ruhe gelassen. ‚Wir wollen helfen!‘, das war unsere Entscheidung. Bis heute (17.2.15) haben 886 engagierte Bürgerinnen und Bürger, Freundinnen und Freunde als Einzelspender und viele weitere in Sammelspenden über 86.000 Euro gespendet. Alle haben gegeben, was sie konnten. Die Einen 2 oder 5 Euro, andere sandten 1.000 oder gar 2.000 Euro für humanitäre Hilfe. Wir, Andrej Hunko und Wolfgang Gehrcke, haben garantiert, dass für dieses Geld Medikamente an die Krankenhäuser geht und dass wir dies öffentlich dokumentieren werden. „Das Geld wird zu 100 Prozent für die Kinderhilfe verwendet, für Medikamente und das, was die Kinder am dringendsten brauchen. Das garantieren und belegen wir: Wolfgang Gehrcke, Andrej Hunko“

Spenden gehen auf das Konto „Hilfe für die Kinder von Donezk“ (Verwendungszweck) bei der Berliner Sparkasse, IBAN DE80 1005 0000 4184 6308 00 (Kontoinhaber: Wolfgang Gehrcke)


II.

Auf der Suche nach Partnern

Allen Spenderinnen und Spendern sind wir verpflichtet, unabhängig davon, wie sie selbst ihren politischen Standort beschreiben. Über politische Erfahrungen zur Deeskalation von Konflikten verfügen Andrej Hunko und Wolfgang Gehrcke nicht zuletzt, weil die Linksfraktion im Bundestag und die Partei DIE LINKE in der Friedenspolitik konsequent für eine neue Entspannungspolitik in Europa eingetreten sind. Wir haben aber auch zugesagt, und dabei bleibt es, dass wir unsere humanitäre Initiative, Kindern zu helfen, nicht mit der Propaganda unserer politischen Positionen verbinden werden. Humanitäre Hilfe fragt nicht und darf nicht fragen nach Religion, Weltanschauung, Parteimitgliedschaft der Empfängerinnen und Empfänger. Wir waren und sind überwältigt und beglückt von der großen Bereitschaft so vieler Menschen, zu helfen.


Selbstverständlich haben wir uns bei Hilfsorganisationen, die über weit mehr Erfahrungen in der Organisation verfügen, als wir sie aufbringen können, erkundigt, wie ein Transport von Medikamenten für eine solch große Summe zu bewerkstelligen ist. Das Rote Kreuz signalisierte, dass es eine Vertretung des Internationalen Roten Kreuzes in Donezk gibt, sie selbst aber keine Medikamente in die Region senden und wünschte viel Erfolg für die Aktion. Medico international dankte für die Informationen und teilte uns mit, dass sie selbst nicht in der Region aktiv wären. Von Ärzte ohne Grenzen ist ein Team aus zwei Schweizer Ärzten vor Ort in Gorlowka, die im allgemeinen Krankenhaus Unterstützung leisten. „Wir werden nicht in der Lage sein, unsere Aktivitäten mit den Ihrigen zu verbinden. Es scheint so, dass Sie in Folge ihres Besuches in der Region bereits über die nötigen Kontakte verfügen. Ich hoffe, dass sie ihre Hilfe jetzt direkt an die Menschen bringen können durch ihre Kontakte, die sie in der Ukraine und der Russischen Föderation haben.“ schrieb uns Herr Robert-Nicoud von der Schweizer Sektion. Es wurde uns auch vorgeschlagen, mit der in Moskau ansässigen Initiative von „Dr. Lisa“ zusammenzuarbeiten. Hier sind wir gerade in Kontakt getreten. Sehr geholfen hat uns vor Ort eine Hilfsinitiative aus dem Donbassgebiet. Allen danken wir und wollen mit Ihnen weiter zusammenarbeiten. Aus Gorlowka wurde uns mitgeteilt: „Wahre Helden sind die Ärzte, auf denen unsere Hoffnung ruht. Solche Ärzte wie Jelena Petrowna Kundeus und Sergej Anatoljewitsch Korotja. Sie kann man wahrlich Helden nennen, denn sie haben schon vielen Kindern das Leben gerettet. Daher haben wir uns über die Entscheidung gefreut, sie mit Ihnen zusammenzubringen. _Das sind Menschen von Ehre, Güte und Heroismus, die die Verwendung der Medikamente genau kontrollieren werden.“ Die von den Spendengeldern beschafften Medikamente sind für die Kinder bestimmt, ihre Verwendung wird auch von den Krankenhäusern dokumentiert.


III.

Kein sicherer Zugang vom Westen aus

Um sicherzugehen, dass die Medikamente, die am dringendsten gebraucht werden, gekauft werden und bei den Empfängern ankommen, haben wir uns endlich entschieden: wir fahren selbst und geben die Medikamente zeit- und ortsnah ab. Vom 13. bis 15. Februar sind wir über Rostov am Don in den Donbass gefahren. Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die uns begleiteten, nicht nur für ihre Arbeit, sondern auch für ihre Bereitschaft, ihr Leben und ihre Gesundheit mit einzusetzen. Bis Rostov am Don wurden wir begleitet vom stellvertretenden Pressesprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Michael Schlick, und einer studentischen Hilfskraft, Julius Zukowski-Krebs, der für uns gedolmetscht hat. Die Journalistin Christiane Reymann und der Journalist Peter Wolter vervollständigten unseren Hilfskonvoi. Allerdings konnten ausschließlich Andrej Hunko und Wolfgang Gehrcke in die Ostukraine einreisen, da nur sie über einen Diplomatenpass verfügten. Die Einreise über das russische Gebiet war die einzige Chance, da uns von Seiten der ukrainischen Regierung keine Zusicherung eines freien Geleits bis zu dem Punkt, wo andere Machtverhältnisse herrschen in der Ostukraine, gegeben wurde. Gegenüber dem ukrainischen Außenministerium hatten wir um eine entsprechende Unterstützung gebeten. „Ich bitte Sie und Ihre Regierung, meinem Kollegen Andrej Hunko und mir sowie einer kleinen Begleitgruppe von Kollegen und Unterstützerinnen und Unterstützern freies und sicheres Geleit durch die Ukraine zu gewähren, zumindest zu den Punkten, die unter Einfluss der Zentralregierung stehen.“ (Wolfgang Gehrcke am 5. Februar 2015 an den Botschafter der Ukraine in Berlin, Herrn Andrej Melnyk) Keine Frage: Es wäre uns lieber gewesen, die Medikamente in Deutschland zu kaufen und sie auch auf direktem Weg in die Krankenhäuser zu transportieren. Das war leider nicht möglich. Selbstverständlich haben wir ebenfalls das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland informiert. Der Außenminister Frank-Walter Steinmeier schrieb in seiner Antwort über unsere Initiative „ Ich begrüße (…) grundsätzlich Ihre Initiative, das Kinderkrankenhaus in Horlivka zu unterstützen. Die Lage der Binnenvertriebenen und der schutzbedürftigsten Teile der Bevölkerung in den von Separatisten kontrollierten Gebieten stellt uns derzeit vor die größte humanitäre Herausforderung.“ Der Außenminister schrieb weiter: „Gerade weil die lage so gefährlich ist, rät das Auswärtige Amt allerdings von Reisen in die östlichen Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk dringend ab. Teile dieser Gebiete werden von bewaffneten Separatisten kontrolliert. Es kommt dort immer wieder zu gezielten Entführungen und Festsetzungen von Ausländern. Konsularischer Schutz kann deutschen Staatsangehörigen dort angesichts der aktuellen Lage derzeit nur sehr eingeschränkt, in Teilen der genannten Bezirke gar nicht gewährt werden.“


IV.

Hilfe überwindet Grenzen

Mit Hilfe des russischen Duma-Abgeordneten der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation Wladimir Bessonow haben wir in Rostov am Don für rund 40.000 Dollar, die in Rubel umgetauscht worden waren, Medikamente und medizinisches Material eingekauft. Die „Einkaufsliste“ stellen wir gern zur Verfügung. Die eingekauften Medikamente und medizinisches Material wurden auf vier angemieteten Kleinlastwagen verstaut, insgesamt 6 Tonnen. Vier Lkw’s, für die wir in Rostov auch Fahrer gewonnen haben, die bereit waren, mit uns ins Kriegsgebiet zu fahren, wurden wir zwar nur ein kleiner, jedoch sehr respektabler Konvoi. In den letzten Stunden entschieden wir uns, dass von den vier Fahrzeugladungen zwei nach Gorlowka gehen sollten, eine Ladung im zentralen Krankenhaus Donezk, speziell für die Abteilung für Kriegstraumatisierte Kinder, und die vierte Ladung nach Lugansk gehen soll. Wir danken unseren Freundinnen und Freunden in Rostov, insbesondere dem Abgeordneten Bessonow und seinem Team. Wir danken den russischen Behörden und wir danken vor allem auch für die Möglichkeit, den Konvoi in das Gebiet der „Volksrepublik Donezk“ bringen zu können. All das war nur möglich, weil im entscheidenden Moment nicht nach den Regeln der Bürokratie, sondern der Humanität entschieden wurde. Der Einkauf einer solchen Menge Medikamente, deren Transport über Grenzen und der Verzicht, Zollgebühren auf humanitäre Güter zu erheben – das ist großartig und verdient Dank.


V.

Wir starten – mit humanitärer Hilfe unterwegs

Am Samstag, 14. Februar 2015, überschritt unser Hilfskonvoi – ein Kleinbus und vier Kleinlaster – die russische Grenze zum Donbass. Auf der russischen Seite war es russischer Zoll und russische Passkontrollen, die uns abfertigten. Uns war aber unklar, was uns auf der anderen Seite erwarten würde. Auf der anderen Seite gab es auch „normale“ Grenzkontrollen, allerdings durch Aufständische des Donbass. Tarnanzüge und umgehängte Maschinenpistolen, sandsackgesicherte Kontrollposten gehören fast zum Normalen des Lebens unter den Bedingungen des Krieges. Autoritäten der Macht, die auf dieser Seite das Kommando übernommen haben, gewährleisteten unsere Sicherheit. Ein neuer Konvoi unter der Begleitung des Gesundheitsministers der „Volksrepublik Donezk“ wurde formiert. Polizei am Anfang und Ende, unser Kleinbus (Gehrcke, Hunko) plus die vier Kleinlastwagen und entsprechender Personenschutz mittendrin.


Die Fahrt von der Grenze bis Donezk führt durch viele zerschossene und zerstörte Ortschaften. Uns fiel auf, dass offensichtlich vor allem Schulen und Tankstellen Ziel von Zerstörungen waren. In der Stadt Donezk selbst zeigten einige Viertel, durch die wir fuhren, kaum Spuren von Krieg und Zerstörung. Andere hingegen, insbesondere in der Nähe des Flughafens, sind schwer zerstört. Unser „bewachter“ Konvoi ist im Übrigen auch auf youtube (Link) zu besichtigen.


VI.

Mit der Macht im Gespräch

In Donezk erwartete uns als Alexander Sachartschenko und wollte gern mit uns sprechen. Weder Begegnung noch Gespräch mit dem Führer der „Donezker Volksrepublik“ hatte auf der Reiseplanung gestanden. Aber wir – Andrej Hunko und Wolfgang Gehrcke - hatten uns vorher entschieden, dass wir, wenn es zu einer solchen Situation kommen sollte, ihr auch nicht ausweichen werden. Dies aus mehreren Gründen:

Humanitäre Hilfe in einem Gebiet, das von den „Aufständischen“ kontrolliert wird, der Transport und die Verteilung von Medikamenten ist ohne Zustimmung der realen Macht überhaupt nicht möglich. Unsere Hilfe für die Krankenhäuser war also angewiesen auf die Bereitschaft, die Hilfe anzunehmen. Das ist der wichtigste Grund.

Wichtig war auch, unsere Ankunft war der Tag, an dem nach Ortszeit 23 Uhr die in Minsk vereinbarte Waffenruhe in Kraft treten sollte. Das wollten wir wissen: Tritt diese Waffenruhe in Kraft oder wird sie nicht in Kraft treten?

Darüber hinaus: Abgeordnete müssen das Recht verteidigen, sich ein eigens Bild über die Lage machen zu können. Abgeordnete sind kein Staat, die einen anderen Staat anerkennen oder nicht. Der künftige Status des Donbass war nicht Gegenstand unserer Hilfsaktion und konnte es auch gar nicht sein.


Das Gespräch mit Alexander Sachartschenko begann mit der Frage „Wie sprechen wir uns an?“ Den offiziellen Sprachgebrauch des Westens „Separatisten“ wollten wir nicht benutzen. Den Kiewer Sprachgebrauch „Terroristen“ lehnen wir ab. Der von uns angebotene Begriff „Aufständische“ war unserem Gesprächspartner fremd, aber nach unserem Hinweis, dass wir uns ebenfalls Aufständisch fühlen gegen eine ungerechte Gesellschaft, wurde er akzeptiert. Unsere Fragen und Antworten von Alexander Sachartschenko:

  1. Werden die Aufständischen die Waffenruhe einhalten?

Klare Antwort: Ja.

  1. Was ist mit dem Kessel um Debalzewo?

Klare Antwort: Im Kessel befinden sich nicht nur reguläre Truppen der ukrainischen Armee, sondern auch ausländische Söldner und Kämpfer der so genannten Freiwilligenbataillone, die ähnlich wie die SS völlig fanatisiert sind. Alle können durch einen Korridor abziehen, wenn sie vorher die Waffen niedergelegt haben.

  1. Sin die Aufständischen bereit, Hilfslieferungen, wenn sich Deutschland entschließt, Hilfe in den Donbass zu entsenden, in das von ihnen beherrschte Gebiet zu lassen?

Klare Antwort: Ja und mit großer Dankbarkeit. Die Verteilung von Hilfsgütern könnte über das Internationale Rote Kreuz geschehen.

  1. Wie haben Sie sich bei den Minsker Verhandlungen gefühlt?

Ich habe bei den Verhandlungen viel gelernt.

  1. Werden Sie mit der OSZE-Mission zusammenarbeiten?

Antwort: Ja, wir werden den OSZE-Beobachtern, soweit wir es können, vernünftige Arbeitsbedingungen garantieren.

  1. Fühlen Sie sich als Abgesandter oder Statthalter Russlands oder wie beschreiben Sie Ihre Identität?

Antwort: Meine Familie lebt seit drei Generationen in Donezk und wenn sie wollen, zeige ich Ihnen mein Wohnhaus. Es liegt allerdings in der unmittelbaren Kampfzone am Flughafen.

Dieses Angebot haben wir dann auch angenommen.


VII.


Mit Alexander Sachartschenko fuhren wir in die unmittelbare Nähe des Flughafens. Er am Steuer eines SUV; Fenster runtergekurbelt, neben ihm ein Adjutant, auf dem Rücksitz zwei deutsche Abgeordnete. Es geht durch die Stadt Donezk in das verwüstete Stadtviertel rund um den Flughafen. Das ehemalige Wohnhaus der Familie Sachartschenko ist ein Plattenbau, zerbombt, die Fenster zugenagelt. Auf den Straßen und den zerwühlten Wegen sind nur wenige Passanten unterwegs. Einige Menschen sitzen vor ihren kaputten Häusern. Sie machen auf uns einen sehr apathischen Eindruck. Plötzlich knallt es – über uns hinweg schlägt in 150 oder 100 Metern ein Geschoss ein. Sachartschenko fährt Zickzack aus der Gefährdungszone heraus. Auch andere Plätze in der Stadt, wo man ihn oder sonstige führende Personen der Aufständischen vermutet, sind offensichtlich beschossen worden. Wir werden am Krankenhaus in Donezk abgesetzt. Ein Teil des Krankenhauses zeigt deutliche Spuren von Beschuss und Zerstörung. Unter anderem sind dort auch Flüchtlinge untergebracht. Wir sind froh, als wir das Hauptgebäude des Krankenhauses unversehrt erreichen. Wir sprechen mit Ärzten und Pflegern, besuchen Krankenstationen und geben noch eine Pressekonferenz für die örtlichen Medien. Eindringlich bittet uns der Gesundheitsminister, nicht selbst nach Gorlowka zu fahren. In der Stadt würden noch schwere Kämpfe stattfinden und mit dem Konvoi ins Krankenhaus durchzukommen, wäre ausgeschlossen. Der Gesundheitsminister garantiere uns, dass die Ladung der zwei für Gorlowka bestimmten Lastwagen auch nach Gorlowka gebracht werden. Wir begleiten unseren Hilfskonvoi in das zentrale Lager für Medikamente und Krankenhausversorgung. Fotoaufnahmen waren allerdings nur in einer Lagerhalle möglich, da die Sorge berechtigterweise sehr hoch war, dass auch dieses Lager militärisch unter Beschuss genommen werden könnte. Bevor es dunkel wird, machen wir uns auf den Weg zur russischen Grenze, Ausreise aus dem Donbass, Einreise nach Russland, Rückfahrt nach Rostov am Don.


VIII.

Ausblick

Wir werden die Hilfsaktion fortsetzen und eine engere Kooperation mit erfahrenen Hilfsorganisationen suchen. Es bleibt bei unserer Zusage: Auch der Einkauf weiterer Medikamente und ihr Transport nach Gorlowka, Donezk und Lugansk wird von uns und unter unserer Kontrolle und aktiven Mitwirkung garantiert. Die politischen Debatten über die Zukunft der Ukraine werden wir in der Öffentlichkeit und im Bundestag mit Engagement führen. Für uns ist klar: Die Waffenruhe muss halten. Entwaffnung ist notwendig. Es dürfen keine Waffen in die Ukraine geliefert werden. Entsprechender Druck der USA auf die EU muss zurückgewiesen werden, aber auch aus Russland dürfen keine Waffen in den Donbass gelangen. Über den künftigen Status des Donbass muss verhandelt werden, inklusive Festlegungen zu möglichen Wahlen. Wir wünschen, dass der Einfluss von rechten, rechtsextremen politischen Formationen in der Ukraine zurückgedrängt wird. Internationale Söldner und US-Militärberater sollten sofort die Ukraine verlassen.



Deutschland soll weiter diplomatisch vermittelnd tätig werden und humanitär helfen. Die deutsche Diplomatie ist gefragt und nicht deutsches Militär oder Kriegsgerät.