Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Speckhardt und Dreyer für Darmstadt-Dieburg. DIE LINKE. Darmstadt-Dieburg wählt Direktkandidaten zur Landtagswahl

Am 17.02 fand in Griesheim eine Mitgliederversammlung der LINKEN in Darmstadt-Dieburg statt, bei der Direktkandidaten zur anstehenden Landtagswahl in den Wahlkreisen 51 (Darmstadt-Dieburg I) und 52 (Darmstadt-Dieburg II) aufgestellt wurden. Für den Wahlkreis 51 konnte sich Alexander Speckhardt (50) aus Weiterstadt durchsetzen. Im Wahlkreis 52 wird Tim Dreyer (25) aus Schaafheim DIE LINKE im Wahlkampf repräsentieren.

Als besonderer Gast konnte Jan Schalauske, Mitglied im hessischen Landtag und Vorsitzender der LINKEN. Hessen begrüßt werden, der den Entwurf des Landtagswahlprogramms präsentierte. Der Ausbau des ÖPNV soll im Mittelpunkt des Wahlkampfes stehen, so Schalauske. Zum Schutz des Klimas sei eine verstärkte Investition in die Schiene unerlässlich. Mobilität sei allerdings auch eine soziale Frage. Der Zugang zum ÖPNV sei für viele Menschen auch ein Zugang zur sozialen Teilhabe. Das kostenlose Ticket für die Landesbeschäftigten sei ein erster Schritt, Schalauske merkt an, dass ein Ticket für Schüler oder von Armut Betroffenen die nächste Konsequenz sein müsste.
„Das Ziel müsse ohnehin der kostenlose ÖPNV sein. Dass auch die Bundesregierung das jetzt auf Druck der EU erkennt, ist ein Fortschritt“, fasst Schalauske zusammen.

Der Großhandelskaufmann Speckhardt möchte sich im Wahlkampf verstärkt im Bereich der sozialen Gerechtigkeit einbringen. So seien 900.000 Menschen in Hessen von Armut bedroht, über 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen leben in Armut. Schuld daran sei nicht zu Letzt die Einführung von Hartz IV, weiß Speckhardt als ehemals Betroffener. „Wir wollen uns in Hessen dafür einsetzen, dass Hartz IV durch eine sanktionsfreie bedarfsorientierte Mindestsicherung ersetzt wird. Durch eine Bundesratsinitiative können wir das erreichen“, erklärt Speckhardt. Ein weiterer Scherpunkt ist für Speckhardt die Anerkennung queerer Lebensweisen. „Wir wollen die Akzeptanz von sich als ‚Queer‘ bezeichneten Personen noch steigern und dort, wo sie bereits gelungen ist, gegen reaktionäre Kräfte verteidigen.

Der Student Dreyer betonte in seiner Bewerbungsrede die Wichtigkeit der Bildungspolitik. Der von der schwarz-grünen Landesregierung ausgerufene Schulfrieden sei ein „Scheinfrieden“, der nicht allen Schülern gleichermaßen zu Gute käme. Das Sammelsurium unterschiedlichster Schulformen bevorzuge stattdessen vor allem Schüler mit guten Noten. Notwendig sei deshalb „eine inklusive Schule, in der die Schüler lange gemeinsam lernen, so dass jedes Kind seinen Bedürfnissen gerecht wachsen kann“.
Einen weiteren Themenschwerpunkt sieht der angehende Wirtschafts- und Finanzsoziologe in der Demokratisierung der Wirtschaft, damit die „Struktur der marktkonformen Demokratie endlich aufgebrochen werden kann und die Wirtschaft wieder dem Menschen dient“.

Ersatzkandidaten sind Irene Friedrich (49) aus Weiterstadt im Wahlkreis 51 sowie Ivo Senner (31) aus Babenhausen im Wahlkreis 52.

Das neugewählte Kandidatenteam kündigte einen modernen Wahlkampf an, bei dem, neben der persönlichen Präsenz auf der Straße, vor allem auch die neuen Medien wie Facebook und Youtube eine große Rolle spielen wird.

Alexander Speckhardt (Direktkandidat Darmstadt-Dieburg I; Wahlkreis 51)
Tim Dreyer (Direktkandidat Darmstadt-Dieburg II; Wahlkreis 52)
Irene Friedrich (Vertretung Darmstadt-Dieburg I; Wahlkreis 51)
Ivo Senner (Vertretung Darmstadt-Dieburg II; Wahlkreis 52)