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Kreisparteitag der Linkspartei beschließt personelle und inhaltliche Neuaufstellung

Am 30.04. fand der diesjährige Kreisparteitag des Kreisverbands Darmstadt-Dieburg der Linken in Dieburg statt. Als besonderen Gast konnte der Vorsitzende der Linken-Fraktion im hessischen Landtag, Willi van Ooyen begrüßt werden. Nach dem sehr guten Ergebnis bei der Kommunalwahl und dem Erreichen des Fraktionsstatus im Kreistag stellte der Kreisparteitag wichtige Weichen in Richtung Zukunft.

Mit großer Mehrheit wurde die Auflösung des bisherigen Vorstandsmodells und die Einführung eines Sprecherrats mit mehreren gleichberechtigten Sprechern beschlossen. Dies ermöglicht eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und ohne Hierarchien, wie es für eine moderne, emanzipatorische Partei angebracht ist.

Zu den neuen Sprechern wurden unter anderem Gülistan Tül (Reinheim), Tim Dreyer (Schaafheim), Nikolaus Dümpelmann (Reinheim) und Simon Wedemeyer (Babenhausen) gewählt. Richard Huber (Babenhausen) wurde als Kreisschatzmeister mit gleichberechtigter Sprecherfunktion bestätigt.

"Wir gehen motiviert den zukünftigen Aufgaben entgegen", gab der neue Sprecherrat in einer ersten Erklärung bekannt. "Drei unserer sechs Mitglieder sind unter 30 Jahre alt. Damit ist es uns gelungen auch den Nachwuchs frühzeitig in die Arbeit mit einzubeziehen und somit wichtige Zukunftsperspektiven zu schaffen".

Die enge Zusammenarbeit mit der Kreistagsfraktion aber auch mit außerparlamentarischen Organisationen und Initiativen sind nur zwei der inhaltlichen Schwerpunkte, die der deutlich verjüngte Vorstand in seiner Amtszeit angehen möchte.

"Mit dem Einzug der AfD in den Kreistag sind rassistische und chauvinistische Äußerungen auch im Landkreis wieder salonfähig geworden. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, die Rechtspopulisten zu entzaubern und demaskieren", so Sprecher und Fraktionsmitglied Simon Wedemeyer.

Aber auch die kritische Begleitung der Ampel-Koalition ist dringend geboten: Eine überzogene Haushaltskonsolidierung auf Kosten von sozialen Organisationen und Einrichtungen wird es mit der Linken nicht geben.

Auch die Einbeziehung der Mitglieder in die Aufgaben und Aktivitäten des Kreisverbands soll vorangetrieben werden.